Je weniger Widerstand wir leisten, desto schneller sind wir da, wo wir hingehören.
Stellen wir uns mal vor, wir treiben im Wasser. Unser Ziel ist es, anzukommen. Was Ankommen eigentlich bedeutet, meinen wir meistens zu wissen. Doch ist das wirklich so?
Wir treiben also im Wasser. Wie schafft man das, ohne unterzugehen? Als Kind habe ich das oft gemacht: ruhig atmen, vorsichtig die Füße vom Grund an die Wasseroberfläche bewegen, die Arme ausbreiten, sich von den Wellen bewegen lassen. Die eigenen Bewegungen durften nur ganz sanft den Körper unterstützen, ohne den natürlichen Bewegungen des Wassers entgegenzuwirken.
Wie das Wasser, steht auch das Leben nicht still. Es ist wie ein Fluss. Und wir alle treiben darin – den natürlichen Strömungen trotzend.
Wir wissen, dass wir uns entspannen sollten. Und natürlich bauen wir das hin und wieder in die wöchentliche Planung mit ein. Wenn es die Zeit zulässt – denn wir müssen schließlich vorankommen.
In dem Fluss halten wir uns also an jedem Stein fest, den wir kriegen können. Das ist noch leicht. Das Festhalten ist anstrengend. Aber um etwas zu erreichen, muss es doch anstrengend sein, nicht wahr?
Ankommen ist das offene Meer. Um dieses zu erreichen, gilt es loszulassen – ohne zu wissen, ohne Kontrolle. In der Stille der Entspannung entstehen intuitive, sanfte Bewegungen, die den Körper im natürlichen Fluss des Lebens unterstützen.
Woran halten wir noch fest?
Wir sollten uns immer fragen, ob wir wirklich unserem Herzen folgen. Tun wir, was wir tun, aus Liebe? Oder aus Angst?


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